Osteopathische Pferdetherapie

Was ist osteopathische Pferdetherapie?

Die osteopathische Pferdetherapie nach Welter-Böller ist ein ganzheitliches, manuelles Untersuchungs- und Behandlungsverfahren, das die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und vorhandene Blockaden, Verspannungen und Bewegungseinschränkungen auf sanfte Weise behebt. Das therapeuthische Ziel ist die Wiederherstellung des gestörten Gleichgewichts innerhalb des Körpers und seiner Strukturen. Muskeln, Gelenke, Bänder und Faszien des Pferdes werden gleichermaßen einbezogen.
Eine ebenso bedeutende Rolle spielen Haltung, Fütterung, Training, Ausrüstung und Hufbearbeitung des Pferdes.

Hinweis

Ein Behandlungserfolg kann unter Umständen nicht immer gleich nach der Behandlung sichtbar sein. Er kann sich Tage, manchmal sogar erst Wochen später einstellen.
Je nach Schwere der Befundung ist eine Nachbehandlung nach ca. 3-4 Wochen empfohlen.
Die osteopathische Pferdetherapie ersetzt nicht die Arbeit eines Tierarztes, Hufschmiedes, Sattlers oder Zahnarztes – hier ist ggf. eine aktive Zusammenarbeit für einen optimalen Heilungsprozess erforderlich. Bei akuten Erkrankungen oder Verletzungen ist es unbedingt ratsam, einen Tierarzt hinzuzuziehen.

Wann ist eine osteopathische Behandlung sinnvoll?

  • Probleme in Stellung und Biegung
  • Mangel an Losgelassenheit / Durchlässigkeit
  • unnatürliche Kopf-, Hals- oder Schweifhaltung
  • „Widersetzlichkeiten“ wie z.B. Bocken, Steigen, Kopfschlagen oder Durchgehen
  • Häufiges Stolpern
  • Taktfehler oder Lahmen
  • Koordinationsprobleme
  • Leistungstief
  • Muskelabbau
  • Verändertes Verhalten im Umgang,  wie z.B. beim Satteln, Trensen oder Hufegeben
  • Berührungsempfindlichkeiten
  • Rückenschmerzen & Wirbelsäulenprobleme
  • Wund- und Narbengewebe
  • Nach OP, Krankheit oder Verletzung
  • Zungenspiel
  • Prävention

Tipp

Eine jährliche osteopathische Behandlung ist empfehlenswert. Kleinere Blockaden oder Einschränkungen werden so behoben und der Entstehung und Manifestation von Krankheiten vorgebeugt.

Wie wird das Pferd behandelt?

  • osteopathische und physiotherapeutische Techniken (Dehnungen/Mobilisationen)
  • Massagen (tonisierend oder detonisierend)
  • Physikalische Maßnahmen (Kälte- und Wärmetherapie)

Ergänzend nach Wunsch/Empfehlung:

  • EquiK-Taping® (Muskel-, Ligament- und Korrekturanlagen, Lymph- und Schmerztapes)
  • Cross-Tapes® (Schmerzbehandlung)
  • Craniosacrale Therapie
  • Myofasziale Therapie
  • Blutegeltherapie
  • Sattelcheck mit Impression-Pad

Nach der Behandlung braucht das Pferd 2 Tage Ruhe, es sollte sich jedoch frei bewegen können (Weide, Laufstall oder Paddock). Steht das Pferd in einer Box, so sind Schrittführen oder Spazierengehen die geeigneten Maßnahmen.